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Risiken und Komplikationen

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Sehr selten kann es postoperativ zu einer Nachblutung oder einer Blutansammlung in der Ohrmuschel kommen. Dann ist eine neue Operation zur Blutstillung bzw. Beseitigung des Blutergusses nötig. Wenn eine Wundinfektion auftritt, die auch den Knorpel betrifft, kann es extrem selten zu Haut- und / oder Knorpelverlust kommen und dann auch zu einer Verschlechterung der Ohrform.

Die Narben können auch bei normaler Wundheilung anfangs etwas verhärtet und gerötet sein. Sie verblassen aber und werden im Laufe der Zeit zart und unauffällig. Bei entsprechender Veranlagung oder auch Wundheilungsstörungen können Pigmentverschiebungen und Narbenwucherungen (Keloide oder hypertrophe Narben) entstehen. Diese können durch die Wulstbildung sehr störend sein. Es kann dann versucht werden, durch konservative Maßnahmen z.B. mit Druck, Massagen und / oder Salben, dem Einspritzen von Medikamenten (Kortison) in die Narbe und / oder Korrekturoperationen das Narbenbild zu verbessern.

Im Bereich der Operationsnarbe kann eine Überempfindlichkeit oder Taubheitsgefühl zurückbleiben. Bei Nahttechniken kann es zu einer Abstoßung des Nahtmaterials durch die Haut kommen, dies ist in der Regel gut zu behandeln. Selten kann das Ohr dann erneut abstehen. Durch den Verband (oder harte Nähte am Stirnband) kann es gelegentlich zu Druckstellen kommen. Dabei entstehen Durchblutungsstörungen an dieser Stelle, die in seltenen Fällen zum Verlust von Haut- und Knorpel führen können. Möglicherweise ist eine erneute Operation nötig.

Selten kann es durch die Operationstechnik zu einer Einengung des Gehörganges kommen. Bei sehr dünner Haut können eventuell Unregelmäßigkeiten des Knorpelreliefs zu sehen sein. Ein erneutes Abstehen oder sehr enges Anliegen des Ohres nach einiger Zeit, z.B. durch Lösen von Fäden oder Narbenzug, ist möglich. Eine Nachkorrektur kann erfolgen. Als unbefriedigend wird auch ein sogenanntes Telefonhörerohr empfunden, bei dem das Ohr in der Mitte zwar angelegt wurde, oberer und unterer Pol aber weiter abstehen. Auch hier ist eine Korrektur möglich.

In der Literatur wird aufgeführt, dass mit einem Risiko von 5 % das Ergebnis der Ohrmuschelplastik unbefriedigend ausfällt. Dabei sollte aber beachtet werden, dass die Ohren nach der Operation oft besonders kritisch angeschaut werden. Eine exakte Übereinstimmung in der Symmetrie beider Ohren kommt auch in der Natur gewöhnlich nicht vor, so dass diese auch nicht nach der Ohrkorrektur erwartet werden darf. Eine Nachoperation ist nur bei einer wirklich auffallenden Asymmetrie sinnvoll.

Die Komplikationsrate hängt auch von der Erfahrung des Operateurs ab. Wählen Sie Ihren Arzt, dem Sie sich anvertrauen, daher sorgfältig aus.

Diese Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie dienen lediglich der orientierenden Information und ersetzen keinesfalls die kompetente individuelle Beratung durch einen erfahrenen Operateur.

Bitte fragen Sie im persönlichen Gespräch nach allem, was Ihnen unklar oder wichtig ist!

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