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Rekonstruktion der Nase - Nasenrekonstruktion

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Die Nase bildet den zentralen Teil des Gesichtes. Defekte nach Tumorerkrankungen, nach Unfällen, Operationen aber auch Fehlbildungen sind daher sehr auffällig und für den Betroffen äußerst belastend. Die Rekonstruktion der Nase gehört zu den schwierigsten Eingriffen in der Plastischen Chirurgie und muss sowohl die Funktion als auch die Ästhetik berücksichtigen. Für den Verschluß eines Defektes gibt es oft mehrere Möglichkeiten, die aber nicht gleichwertig sind und die für ein optimales Ergebnis abhängig von der individuellen Situation sorgfältig ausgewählt werden müssen. Eine allgemeingültige Lösung gibt es nicht – jeder Defekt, jede Narbe, jede Fehlbildung ist einzigartig und immer muss ein individueller Plan zur Wiederherstellung gefunden werden.

Neben der Rekonstruktion kleinerer Defekte zum Beispiel am Nasenrücken sind auch die allschichtige Rekonstruktion eines ganzen Nasenflügels, der kompletten Nasenspitze, des Nasenstegs bis hin zu Totalrekonstruktion der Nase möglich. Eine allschichtige Rekonstruktion bedeutet die Wiederherstellung aller fehlenden Schichten (äußere Haut, Knorpelgerüst, Innenauskleidung).

Eine gewissenhafte Untersuchung und eine ausgiebige Beratung sind grundsätzliche Voraussetzungen für den Therapieerfolg. Damit wird auch Patienten mit größeren Nasendefekten eine Hilfestellung gegeben, um die zeitliche und psychische Belastung einer Nasenrekonstruktion bewältigen zu können.

Da die Wiederherstellung von Form und Funktion dem Prinzip der ästhetischen Rekonstruktion folgt, müssen die sogenannten ästhetischen Untereinheiten der Nase (zum Beispiel Nasenflügel, Nasenspitze, Nasenrücken, Nasensteg, Nasenabhang) berücksichtigt werden (ggf. wieder animierte Skizze). Das bedeutet, dass die Narben eine ästhetische Einheit nicht kreuzen sollten, sondern an deren Grenzen verlaufen. So kann eine möglichst unauffällige Rekonstruktion erreicht werden.

Zur Rekonstruktion kleinerer Defekte kommen lokale Lappenplastiken und freie Hauttransplantate in Frage. Entscheidend für die Auswahl ist die Lokalisation des Defektes, die Durchblutungssituation, Begleiterkrankungen, die sorgfältige Wahl der Spenderregion. Dabei ist das Ziel immer ein optimales Ergebnis. Bei der allschichtigen Rekonstruktion zum Beispiel eines Nasenflügels muss ein neues Knorpelgerüst aufgebaut werden, um für eine gute Funktion sowie ein gutes ästhetisches Ergebnis eine stabile Abstützung zu haben. Dazu kann körpereigener Knorpel aus der Nasenscheidewand, dem Ohr oder der Rippe verwendet werden. Die äußere Bedeckung mit neuer Haut erfolgt oft durch einen Stirnlappen, die innere Auskleidung durch Schleimhautlappen aus der Nase oder freie Hauttransplantate. Bis zum endgültigen Ergebnis sind oft zwei bis drei Operationen in zeitlichen Abständen von mehreren Wochen erforderlich.

Von besonderer Bedeutung sind aber nicht nur die Wahl der Operationstechnik und die Operation selbst, sondern auch die Nachbetreuung und die postoperative Pflege. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sind also auch Sie als Patient entscheidend beteiligt, indem Sie die Empfehlungen Ihres Operateurs beachten.

In einem ausführlichen Beratungsgespräch werden Ihnen alle Vor- und Nachteile der in Frage kommenden Gewebe, der Spenderregionen und auf Sie zu kommende Begleitprobleme erläutert. Vereinbaren Sie hier einen Termin in der Praxis in Berlin.

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